Lisa die beste

Auszeichnung - Als Auszubildende hat Lisa Berner ihre Prüfung besonders gut abgeschlossen. Sie ist die Erste seit drei Jahren, die das geschafft hat.


MZ Artikel VON MELAIN VAN ALST

BAD DÜRRENBERG/MZ – Weder die Auszubildende noch ihr Chef wussten, was sie erwartet, als Lisa Berner zur Bestenehrung eingeladen wurde. „Dass ihre Noten immer sehr gut waren, wussten wir schon“, sagt Guido Födisch, Geschäftsführer der Leuna-Wohnungsgesellschaft (Leuwo) in Bad Dürrenberg. Doch die ehemalige Auszubildende wurde von der Industrieund Handelskammer (IHK) Halle-Dessau ausgezeichnet, weil ihre Abschlussprüfung eine der besten war. Um diese Auszeichnung zu erhalten, muss man mindestens 92 von 100 Punkten erhalten. Dies hatte im Ausbildungsberuf Immobilienkauffrau oder -mann seit 2015 kein Azubi mehr geschafft. „Wir sind schon mächtig stolz“, sagt Födisch.

„Die Ausbildung ist vielfältig und anspruchsvoll“, sagt Lisa Berner. Ohne Interesse für den Job als Immobilienkauffrau/mann könnte es auch mal zäh werden. Verschiedene Rechtsfelder machen einen nicht unerheblichen Teil der Ausbildung aus und Buchhaltung spielt mit rein. „Ich bin auch eher in den Job reingerutscht, eigentlich wollte ich Polizistin werden“, sagt die 22-Jährige mit einem Lächeln. Sie habe die Aufnahme aber nicht geschafft und dann sei sie über eine Freundin auf den Beruf und dann auch auf die Leuwo gestoßen. Nach drei Jahren Ausbildung ist sie sich sicher, dass der Beruf genau ihr Ding ist. „Ich glaube, es passt auch viel besser zu mir als Polizistin.“ Besonders reizvoll ist für die Leipzigerin, dass sich nicht jeder Tag gleicht. Die Aufgaben seien vielfältig und früh weiß man oft nicht, was auf einen zukommt.

Lisa Berner ist mittlerweile übernommen worden und arbeitet in Bad Dürrenberg als Kundenbetreuerin. Damit kümmert sie sich um alles was bei einer Wohnung anfällt - etwa Reparaturen und Instandsetzung in Auftrag geben, wenn nötig Zahlungserinnerungen schicken oder die Probleme von Mietern lösen. Im Unternehmen fühlt sich die junge Frau offenbar wohl, auch wenn der Weg von Taucha bei Leipzig bis nach Bad Dürrenberg doch ein ganzes Stück ist.

Die Pläne für die Zukunft würde sie gern auch gleich mit ihrem Arbeitgeber umsetzen. Der Fachwirt soll berufsbegleitend noch folgen und dafür hofft die 22-Jährige auf Unterstützung. Die wird sie offenbar nicht nur in Form von Freistellungen bekommen. Der Geschäftsführer stellt gleich noch eine finanzielle Hilfe in den Raum und zaubert Berner damit ein Lächeln ins Gesicht.